Psychologin in Pasing

WER BIN ICH?

Sarah Nemelka, Psychologin,

Was ist meine Identität, was ist meine Persönlichkeit? Diese Frage erschien mir mein ganzes Leben so groß und schwierig zu beantworten, jedoch so essentiell für mich.
Wie in unserer Gesellschaft üblich, definierte ich mich auch erstmal über meine verschiedenen Rollen: z.B. bin ich Mutter von zwei Söhnen, Ehefrau, Freundin, Erdenbürgerin, war Tänzerin, Fotografin und Angestellte. Jetzt bin ich selbstständig als Psychologin mit Heilerlaubnis für Psychotherapie. Klar bin ich dies auch alles, aber kannst Du Dir jetzt wirklich vorstellen, wer ich bin? Für mich stellte sich die Frage, will ich mich wirklich über meine Rollen definieren und identifizieren?  Ich fand es schwierig, in jeder Rolle eine andere Person zu "spielen" und habe gemerkt, dass ich das nicht mehr will: ich sehnte mich nach einem stabilen Grund-ICH!

Daher zur Erweiterung der Frage: WER BIN ICH WIRKLICH?
Nachdem ich meine eigenen Themen und vor allem meinen heftigen Bandscheibenvorfall selbst durch Aufstellungsmethoden erforscht habe, konnte ich lernen, was es heißt, wirklich ich zu sein. Durch diese Methode war es mir möglich, meine Wahrheit zu finden, das heißt, herauszufinden, wie ich mich wirklich als Kind gefühlt habe und wie die Verdrängung meist unangenehmer Gefühle mich in meinem Leben bis ins Hier und Jetzt behindert haben. Durch die Integration dieser Gefühle und Akzeptanz der Realität, konnte ich einen neuen Zugang zu mir erleben. Ich fühle mich nun ganzheitlicher, mehr ICH!
Endlich hatte ich eine Methode gefunden, von der ich wirklich überzeugt bin. Also machte ich die Aus- und Fortbildungen und schnell entstand dann auch der große Wunsch, diese Erfahrung weiterzugeben.

WER BIN ICH MIT MEINEM KÖRPER?
2019 machte ich mich selbstständig mit eigener Praxis für Psychotherapie, Psychosomatik und Persönlichkeitsentwicklung. Ich bin überzeugt, dass Körper und Psyche eine Einheit bilden und sich gegenseitig beeinflussen. Wir können unsere Körpersignale verschieden interpretieren: der Bandscheibenvorfall hat schulmedizinisch betrachtet eine rein mechanische Ursache und Auswirkung, ich bin jedoch große Freundin von Gedankenspielen wie: warum habe ich eigentlich so Rückenschmerzen? Was wollen Sie mir sagen? Was kann ich daraus lernen?
Oft sind psychische und körperliche Symptome große Chancen, dass wir uns selbst zuwenden und neue Veränderungen gehen und somit selbstbestimmter unser Leben führen. Dadurch können wir aktiv etwas tun, müssen Krankheit nicht hinnehmen und ich kann aus Erfahrung sagen, dass das Gefühl der Selbstwirksamkeit das Leiden erheblich verringern kann. Daher ist mein Motto:
Über den Körper bekomme ich den Zugang zu mir selbst!

Fortbildungen und Seminare

Neben meiner Praxis bilde ich mich fortlaufend in verscheidenen Themen weiter.
Hier eine Auswahl:

  • EMDR Traumatherapie (Forum Gilching)
  • Ego-State Therapie bei Traumafolgestörungen (Dr. Kai Fritzsche)
  • SEI® - Entwicklungstrauma und frühe Verletzungen erkennen und heilen (Dami Charf)
  • Systemische Angsttherapie (Bernd Schumacher)
  • Migräne in der Psychosomatik (Hanna Seemann)
  • Fantasien in der Therapie (Dr. Angelika Eck)
  • Umgang mit Affären (Prof. Dr. Ulrich Clement)
  • Analytische Gruppendynamik in der Deutschen Akademie für Psychoanalyse

Wie ich hierher kam

Mein Diplom in Psychologie mit Schwerpunkt Klinischer Psychologie habe ich an der Universität Wien absolviert. Als Psychologin habe ich in München eine therapeutische Wohngemeinschaft mit tiefenpsychologischem Schwerpunkt geleitet bis ich meine therapeutische Ausbildung in "ICH-orientierter Identitätstherapie“ ablegte. Diese basierte vor allem auf den Grundlagen der Bindungs- und Entwicklungstraumatheorien und Aufstellungsmethoden in Verbindung mit körperbasierten Psychotraumatherapien. 

Was mich noch interessiert

Vor meiner Arbeit als Psychologin habe ich eine kaufmännische Ausbildung in der Computerspielebranche gemacht. Danach lebte ich in Wien und machte eine Ausbildung als Tänzerin und Performance Künstlerin. In meiner freien Zeit war die Detail-Fotografie schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Daher habe ich auch mein Interesse an den eher unscheinbaren Details und Dingen in uns und unserer Umwelt, die etwas anderen zeigen, wenn wir den Blick verändern und sie anders betrachten. So ist es auch in der Therapie.